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Wie funktioniert ein Bürstenschleifer?

Bezüglich der Antriebstechnik funktioniert ein Bürstenschleifer je nach Modell ähnlich einem Winkelschleifer oder einem Elektrohobel. Insbesondere drehzahlgeregelte Winkelschleifer stellen nicht selten Basisantriebe für Bürstenschleifer-Aufsätze dar.

BürstenschleiferMit einem Bürstenschleifer wird ein gleichmäßiger Abtrag der zu bearbeitenden Oberfläche in der jeweils gewünschten Arbeitsrichtung erzeugt. Dieser Vorgang wird vor allem durch die nach vorne gerichtete Rotation der Bürste oder der Schleifmittelwalze unterstützt. Dies verursacht gleichzeitig ein sehr gleichmäßiges Schleifbild. Aus diesem Grund werden Bürstenschleifer auch als Satinierer oder Satiniergeräte bezeichnet. Zahlreiche Hersteller, wie beispielsweise Bosch, Maktia oder Monti sind namenhafte Hersteller dieser Geräte.

 

Der Unterschied zu anderen Schleiftechniken

Im Gegensatz zum Bürstenschleifer besitzen quer zur Antriebstechnik rotierende oder vibrierende beziehungsweise oszillierende Schleifgeräte keine geordnete, geradeaus verlaufende Schleifrichtung. Wird eines dieser Geräte eingeschaltet, ohne es mit der Hand zu führen, wäre die Bewegungsrichtung zufällig. Ein Bürstenschleifer hingegen bewegt sich immer geradeaus nach vorne.

So lassen sich gerade verlaufende Schleifbahnen erzeugen, die in der Überlagerung ein gleichmäßiges Bild zeigen. Gerade bei sehr harten Oberflächen wie Edelstahl oder auch Glas ist dies von großer Bedeutung. Je härter eine Oberfläche, desto geringer ist deren Porendichte.

Weicheres Material wie etwa Holz besitzt eine Vielzahl an Poren, die während des Schleifens durch den Abtrag zugesetzt werden und so ein gleichmäßiges Bild ergeben. Bei Edelstahl oder Glas funktioniert dies nicht. Hier kann ein gleichmäßiges Schleifbild nur erzeugt werden, indem die Schleifspuren eine große Regelmäßigkeit besitzen. Natürlich kann auf diesen harten Oberflächen mittels eines Bürstenschleifers und den entsprechenden Poliervliesen letztlich auch eine völlig geschlossene Oberfläche erzeugt werden, die so glatt ist, das ein Spiegeleffekt entsteht.

Ein großes Angebot an Zubehör

Für den Einsatz eines Bürstenschleifers kommen verschiedene Bürsten zum Einsatz, deren Verwendung sich nach der zu bearbeitenden Oberfläche richtet. So etwa Bürsten mit einem Drahtbesatz aus Edelstahl. Diese werden wiederum zur Bearbeitung von Edelstahlflächen eingesetzt. Durch die Verwendung von Edelstahlbürsten wird aufgrund ihrer Härte ein entsprechender Abtrag erzeugt, gleichzeitig wird so aber auch eine Kontaktkorrosion vermieden, die bei der Verwendung herkömmlicher Stahlbürsten auftreten kann. Diese bieten sich aber auch zur Holzbearbeitung an und ersetzen etwa bei der Renovierung alter Holzbalken die mühsame Arbeit mit der Drahtbürste.

Im Weiteren werden in Bürstenschleifern Luft- oder Expansionswalzen verwendet, die als Träger für Bandschleifmittel dienen. Mithilfe derartiger Expansionswalzen, die mittels einer mitgelieferten Luftpumpe aufgeblasen werden, lässt sich der benötigte Anpressdruck recht genau justieren. Damit werden sowohl das Eigengewicht des Bürstenschleifers wie auch der unbewusste Druck durch den Maschinenführer ausgeglichen.

Auf diese Weise können selbst sehr empfindliche Oberflächen bearbeitet werden. Expansionswalzen dienen aber auch dazu, ein spezielles Schleifbild zu erzeugen.

Bürstenschleifer werden je nach Oberfläche mit Umdrehungszahlen von etwa 1200 bis 4000 U/min eingesetzt. Zusammen mit den speziell abgestimmten Bürsten, Vliesen oder Schleifmitteln ergibt sich eine sehr schnelle Bearbeitung, die zudem durch ihre hohe Qualität überzeugt.